!!! Haus der Wissenschaft/Vortrag um 11: Dekoloniale Immersionen in VR – Eintauchen in Bildwelten aus afrikanischen Kontexten

Datum/Uhrzeit
07.03.2026
11:00 - 12:00

Veranstaltungsort
Sandstraße 4/5, 28195 Bremen

Kategorie

Tags
Cornelia Lund, FH Salzburg, Haus der Wissenschaft, HTW Berlin, HU Berlin, kostenfrei, University of Windsor, USP Säo Paulo


Beschreibung

Am Samstag, den 07. März 2026 um 11 Uhr hält Dr. Cornelia Lund einen Vortrag im Rahmen der Reihe “Wissen um 11”. Der Titel lautet: “Dekoloniale Immersionen in VR – Eintauchen in Bildwelten aus afrikanischen Kontexten“. Dr. Cornelia Lund ist Kunst-, Film- und Medienwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie forscht und lehrt seit Jahren mit einem Schwerpunkt auf audiovisuellen künstlerischen Praktiken, dokumentarischen Praktiken, Designtheorie sowie de- und postkolonialen Theorien (u.a. HTW Berlin, FH Salzburg, HU Berlin, University of Windsor (ON), USP São Paulo). Seit 2004 ist sie Ko-Direktorin von fluctuating images (Berlin), einer unabhängigen und unkommerziellen Plattform für Medienkunst, Musik und Design (www.fluctuating-images.de). Seit 2021 ist sie Research Fellow an der Hochschule für Künste Bremen.

Der Vortrag
Mainstream-Narrative um neueste technologische Entwicklungen in KI (künstlicher Intelligenz), XR (extended Reality) oder VR (virtuelle Realität) spannen sich häufig auf zwischen der modernistischen Technologie-Bejahung eines „Schneller, Besser, Mehr“ und dystopischen Katastrophen-Szenarien. Doch darüber hinaus sind diese Entwicklungen längst Teil einer differenzierten diskursiven und künstlerischen Auseinandersetzung geworden. Die Forscherin stellt im Rahmen ihres Vortrags künstlerische Projekte aus afrikanischen Kontexten in den Mittelpunkt. VR dient dazu, um historisch etablierte, hegemoniale Narrative zu konterkarieren, die von kolonialen Denkweisen geprägt sind. Der Einsatz von VR-Technologien trägt dazu bei, ästhetische Gegenstrategien wie Reminiszenzen an den Afrofuturismus oder spekulativem Storytelling und neuester neurowissenschaftlicher oder technologischer Forschung zu kombinieren. So ist eine Reflektion über die Entstehung der Computerwissenschaften oder das Erbe von Technopolitik in Afrika möglich.

Die Veranstaltung ist kostenfrei!