Filmvorführung: “Silver Linings” – Depri-Dienstag – Begegnungen mit Depression und affektiver Störung

Datum/Uhrzeit
04.12.2018
20:30 - 22:30

Veranstaltungsort
Birkenstraße 1

Kategorie

Tags
Film


Beschreibung

Silver Linings

Nachdem er aus der Nervenklinik entlassen wird, versucht Pat, die zerbrochene Beziehung zu seiner Ex Nikki wiederherzustellen. Dabei hilft ihm die emotional instabile, unangepasste Tiffany die von ihm im Gegenzug verlangt, ihr Partner bei einem Tanzwettbewerb zu sein. Weil Pats gewaltvolle Vorgeschichte und sein abergläubischer Vater sich ihm wiederholt in den Weg stellen, spitz sich die Situation bis zum Abend der Tanzaufführung, bei der auch Nikki zugegen sein wird, jedoch immer weiter zu.
Ein gelungenes Beispiel für einen humorvollen Umgang mit Depression und ein wichtiger Beitrag zum unterrepräsentierten Thema von affektiver Störung bei Männern.

Mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als Gewinner des 37. Toronto International Film Festival (TIFF); Oscar für Jennifer Lawrence (2013, Beste Hauptdarstellerin).

Wir teilen unsere Beziehungen und Gefühle zunehmend in bestimmte, voneinander abgesonderte Lebensbereiche ein und verlernen dadurch, mit Krankheit und Erkrankten umzugehen und Krankheit wie Gesundheit als Teil des Lebens anzuerkennen. Depression, mit der aber viele leben lernen müssen, ist in dieser Beziehung ein einzigartiges Paradox, das die gesellschaftlichen und kulturellen Praktiken des Gesundseins herausfordert.

Am Depri-Dienstag zeigt das City46 ausgewählte und seltene Filme zu Depression und affektiven Störungen, die sich dieser Problematik stellen: Aufklärend und ergreifend, sind die Vorführungen im Sinne einer differenzierten, mediengerechten Betrachtung eingebettet in Publikumsgespräche mit Experten aus der Depressionsarbeit im gesundheitlichen und kulturellen Metier. Das Programm lädt Interessierte dazu ein, von der gemeinsamen Filmerfahrung aus ins Gespräch mit Betroffenen, mit Angehörigen und Experten zu kommen, und beleuchtet unser gesellschaftliches und familiäres Miteinander. So mag der Blick für eine persönliche, wie auch kulturelle Bedeutung der Erkrankung sensibilisiert werden, um Depression auch im größeren Kontext verstehbar zu machen.

Die Filmreihe vermittelt Forschungsansätze des laufenden Promotionsprojekts „Die ästhetische Dimension der Mental Illness“, das von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert wird. Das Programm ist eine Kooperation mit dem Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik, Universität Bremen. Schirmherrin der Filmreihe ist die Bremer Senatorin für Gesundheit, Wissenschaft und Verbraucherschutz, Frau Prof. Dr. Quante-Brandt.

Eintrittspreise
€ 9 / € 6,50 erm. / € 4 KoKi-Mitg