Datum/Uhrzeit
25.04.2026
11:00 - 12:00
Veranstaltungsort
Sandstraße 4/5, 28195 Bremen
Kategorie
Tags
Haus der Wissenschaft, Herbert Ganslmayr, kostenfrei, Silke Seybold, Übersee-Museum, Univeristät Bremen
Beschreibung
Der Titel ihres Vortrages lautet „Von großen Worten und kleinen Gesten – Zum Umgang mit der Sammlung aus Namibia im Übersee-Museum“. Silke Seybold referiert am Samstag, den 25. April 2026 um 11 Uhr im Rahmen der Reihe Wissen um 11 im Haus der Wissenschaft über die ethnografische Sammlung aus Namibia, die im Übersee-Museum zu sehen ist. Die Auswahl umfasst 1.500 Gegenstände. Viele der Artefakte wurden während der deutschen Kolonialzeit der Herkunftsgesellschaft entzogen und kamen direkt oder auf Umwegen nach Bremen. Der historische Kontext und die Frage, wie die Sammler sich die Dinge angeeignet hatten, spielte über Jahrzehnte in der Museumsarbeit keine Rolle. Mit Herbert Ganslmayr, der von 1975 bis 1989 Direktor des Übersee-Museums war, wendete sich das Blatt. Er stieß nicht nur eine allgemeine Debatte zur Rückgabe an, sondern unterstützte auch in Bremen die antikoloniale Solidaritätsbewegung und die Gründung des Bremer Afrika Archivs.
Was seitdem mit und zu der Sammlung aus Namibia im Übersee-Museum passiert ist, hinterfragt Silke Seybold. Zudem gibt die Referentin Einblicke in die Nutzung und Präsentation des Archivs, Impressionen von Kontakten mit Menschen aus Namibia und Informationen zur Herkunftsforschung. Damit leitet sie über zu der Frage: Was bedeutet das für die Zukunft? Abgeleitet aus einer aktuellen Herkunftsforschung zu einer Ansammlung aus Togo und Ghana skizziert Seybold Ideen und Wünsche.
Silke Seybold studierte Ethnologie (Schwerpunkt Afrika), Geographie und Pädagogik in Mainz und London. 1995 war sie zur Feldforschung in Äthiopien, es folgte 1999 die Entwicklung und Durchführung des Projekts zum Aufbau das Historischen Bildarchivs am Übersee-Museum Bremen. Seit 2003 ist Silke Seybold Kuratorin des Bereichs Afrika am Übersee-Museum Bremen. Darüber hinaus hat sie die Projektleitung für verschiedene Ausstellungsprojekte inne und war wiederholt Lehrbeauftragte an der Universität Bremen.
Dieser Vortrag wird ausschließlich als Präsenzveranstaltung stattfinden.
Die Veranstaltung ist kostenfrei!
