„Margo und die Schizophrenie“ von Lilith Glaser vom Verlag Omnino ist ein Comic aus dem Jahr 2025 und erstreckt sich über 112 Seiten.
Es greift das Thema drogeninduzierte Schizophrenie, die Anfänge, die sog. Prodromalphase, die Wahnvorstellungen und Halluzinationen und den Umgang mit Freunden und Familien sowie psychologischer Hilfe als Comic auf. Die Graphic Novel spricht Betroffene und Angehörige einer Schizophrenie an.
Das Bucht beginnt mit der Vorgeschichte von Margo in Botswana.
Dort arbeitet sie als „Social Worker“ in einem Kinderheim. In Ihrer Freizeit konsumiert Margo Cannabis und findet neue Freundinnen. Bei ihrem ersten Ausbruch der Schizophrenie ist sie zurück in der Heimat und konsumiert weiterhin Marihuana. Sie hat Ihre erste Wahnvorstellung und sucht Hilfe bei ihren Freundinnen. Es folgt die Diagnose drogeninduzierte Schizophrenie und die regelmäßige Einnahme von den Medikamenten beginnt, sowie ein Aufenthalt in der Psychiatrie.
Danach wird die instabile Psyche von Margo und das abrupte Absetzen der Medikamente beschrieben. Zur Folge hat dies einen weiteren Ausbruch der Schizophrenie, geprägt von Halluzinationen und Suizidgedanken. Daraufhin wird Margo wieder in eine Klinik eingewiesen unter polizeilicher Anordnung. Nach dieser Zeit erlebt Margo weitere Schübe und krempelt ihr Leben um. Das Buch endet mit Tipps für Angehörige.
Bei der Geschichte von „Margo und die Schizophrenie“ wird die drogeninduzierte Schizophrenie thematisiert. Schizophrenien fallen unter den Hauptbegriff Psychosen. Die kennzeichnenden Symptome sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen, also ein Verlust der Realität, Ich-Störungen und zusammenhangloses Sprechen und Denken. Nur mit Hilfe eines Aufenthaltes in der Psychiatrie und medikamentöser Behandlung (D2 Rezeptor Blocker) kann man einer Schizophrenie entgegenwirken.
Die Neuroleptika verhindern die erhöhte Ausschüttung von Dopamin.
Nicht nur Drogenkonsum kann zu einer Psychose führen, sondern auch Traumata, Misshandlungen und sexueller Missbrauch, emotionaler Missbrauch, Armut, soziale Notlagen wie Mobbing. Bei solchen Negativ- Erfahrungen und einer generell bestehenden Vulnerabilität entstehen Psychosen.
Vulnerabilität bedeutet die Verletzlichkeit gegenüber negativen äußeren Stress oder Einflüssen.
Die Graphic Novel greift authentisch das Thema Schizophrenie auf. Die Fassetten der Krankheit werden detailliert geschildert. Besonders hervorzuheben ist, dass eben nicht allein der Drogenkonsum zur Schizophrenie führt, sondern auch eine instabile Psyche ein Vorbote dieser Krankheit ist.
Betroffene sowie Angehörige werden lebhaft in die Thematik Schizophrenie mitgenommen und erhalten wertvolle Tipps. Die Graphic Novel erfüllt vollkommen den Zweck.
Jeder der sich mit Schizophrenie auseinander setzt, sollte dieses Comic gelesen haben.
