Autor:in: Various

Glücks Momente….

 

Ergebnisse einer Schreibübung

 

Reisen – in eine andere Kultur eintauchen, mich in dieser Kultur und Sprache zu bewegen – für mich sind das Zeiten, die das Leben lebenswert machen und die mir auch danach noch Kraft und Freude geben. Oft sitze ich dann an einem besonders schönen Platz und nehme einfach die Stimmung dieses Ortes auf. Später denke ich oft an diese Momente, und auch wenn das eigentliche Erleben schon länger her ist, kann ich mich intensiv und genau daran erinnern.
Ein solcher Ort ist die Piazza Venezia im Herzen Roms.
Es ist eine kleine etwas erhöhte Gartenanlage mit mächtigen Pinienbäumen und vielen Bänken. Der weite Blick von dort ist phänomenal: man schaut über die breiten Straßen voller Lärm und Menschen, vorbei am monströsen Kitsch des Palazzo Vittorio Emanuele bis zu den Resten frühchristlicher Kirchenbauten und Ruinen aus der Zeit der Antike.
Es ist fast wie eine lebendige Seite aus einem Geschichtsatlas und wird mir für immer genau im Gedächtnis bleiben.

 

Autor: Anonym

 

Von alleine aufgewacht. Weniger verspannt als sonst. Nicht ganz so müde wie die anderen Tage.
Etwas mehr Lust aufzustehen als sonst.
Der Anflug eines Lächelns huscht über mein Gesicht. Ja, über solche Kleinigkeiten freue ich mich.
Denn es lässt hoffen.

 

Autor: Anonym

 

Sie steht mir gegenüber. Sie ist schon so groß. Ein junges Mädchen, auf dem Weg zu einer jungen Frau. War es nicht erst gestern, als sie im Badezimmer des alten Hofes geboren wurde. Nein, nicht gestern, sondern einige Jahre her, in denen sie laufen, hüpfen, springen, fangen und vieles mehr gelernt hat.
Sie steht mir gegenüber, ich spiele ihr den Volleyball zu, sie spielt zurück, erst locker, doch bald schon mit einem harten Schmetterschlag, der viel von meinen schwindenden Körperreaktionskräften fordert, um ihn zu ihr zurück zu spielen. Jetzt fordere ich sie, spiele die Bälle seitlich von ihr, sie ist zu spät dran, Bälle fallen auf den Boden. Ich zeige ihr, welche Körperhaltung sie in Vorbereitung eines Schlages einnehmen muss; auf den Zehenspitzen stehen, tief in den Knien, mit Spannkraft in den Armen. Sie probiert, es gelingt gleich. Wie ein Katapult schnellt sie zur Seite, bekommt die Arme rechtzeitig und sauber an den Ball.
Nach einiger Zeit sind wir beide erschöpft von diesem intensiven Einspielen miteinander. Das Einschlagen mit der ganzen Gruppe beginnt, danach das Spiel mit zwei Mannschaften, indem sie vieles von dem Geübten zu Beginn umsetzen kann. Jedes Mal, wenn sie in einer schwierigen Situation mit voller Körperspannung reagiert hat und den Ball im Spiel halten konnte, strahlt sie mich hinterher an und ich strahle zurück.
Am nächsten Morgen strahle ich immer noch.

 

Autor: sh