Autor:in: Anonym

Hochwasser

 

Land unter, alles jammert und stöhnt. Tagelang stiegen die kleinen Bäche zu nun reißenden Flüssen.
Meter für Meter holte sich das Wasser die Natur und überflutet alle Wiesen mitsamt Blumen Sträuchern und Bäumen.
Kleineren Tieren, wie Maus und Igel, auch untertage wohnenden Maulwürfen, Dachsen, wurden die Höhlen zugeschwemmt
Einige konnten sich retten andere ertranken jämmerlich in den Fluten.
Die Keller der Menschen waren bereits vollgelaufen, nach kurzer Zeit stand das Wasser im 1. Stock.
Die Vorräte schwammen davon, der Strom fiel mit einer Explosion aus.
Nichts ging mehr, kein Telefon, Licht oder sonst irgendetwas.
Kinder erstaunten über das viele Wasser, Erwachsene wuselten, um zu retten was noch zu retten war.
Alle Leute, die nicht konnten, oder im Bett lagen, mussten hinnehmen, warten bis jemand an sie dachte.
Nur nicht aufregen, Gott wird es schon richten.
Es vergingen Stunden, Tage, ja auch Wochen, bis die Fluten sich legten, Schritt für Schritt wurde das wahre Ausmaß sichtbar.
Schlamm wohin man sah, tote Tiere, gelegentlich auch ein toter Mensch, vergessen in der Hektik, allein gelassen.
Zerstörte Häuser und zerstörte Natur.
Tagelang hatte es geregnet , so viel wie nie in den Jahren zuvor.
Hinzu kam die Eisschmelze aus den Gebirgen, zu viel, alles zusammen.
Die Taten des Menschen wurden nun gerächt.
Viele Jahre wird es dauern, bis es halbwegs wieder so wird, wie es war.
Aber es wird nur schlimmer.
Zwei Jahrhundert-Fluten, in gerade einmal 11 Jahren.
Der Mensch hat alles verloren, sein Hab und Gut.
Viel schlimmer sind die anderen Verluste, Natur und Tiere, vor allem seine Achtung.