Autor:in: Joachim Götz

Alles ist gut!

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Alles ist gut!

alles ist gut!
jetzt!
ausnahmsweise!

alles ist gut!
keine waffen mehr!
kein kampf!

ruhe breitet sich aus,
in den müden knochen!
ordentlich in ordnung!

tränen können fließen,
brauchen nicht zurückgehalten werden!
ein fluss, der ins meer fließt

ruhe, selbst in den spitzen meiner haare
selbst auf den spitzen der berge da oben,
selbst in den fußzehen

in den pfützen, wo sich der schaum bildet, von der umwelt und ihren giften,
hab ich keine angst mich zu spiegeln, im dreck!
auf dem grauen asphalt

ich schaue leuten direkt ins gesicht
hab keine angst mehr
keine, keine

keine
keine
keine

red ich mir ein!
renne innerlich schon wieder weg
weil ruhe kann ich nicht ertragen!

soll es endlich frieden sein?
kann ich das?
wo bleibt das geliebte feindbild?

und wo bleibt die geliebte angst, ohne die ich nicht leben kann?
an der ich mich festhalten konnte so schön!
als verlässliche größe?!

was passiert hier?
wollt ihr mir denn alles nehmen?
ich zittere, bemerke ich

während die würde des menschen unantastbar bleibt,
verborgen unter den talaren,
von tausend jahren!!!

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