Autor:in: George Gutwein

Der alte Indianer

 

Gebt mir meine Steppen und Wälder zurück.
Die Büffelherden ziehen ostwärts
Und Schnee bedeckt die Erde
Es gibt bald Krieg um ein verlorenes Land
Es erblühte einst in der Morgensonne
Und Elfen tanzten einen Reigen
Wir können nicht mehr überleben,
Es gibt nichts zu jagen und sammeln
Und die Zeit frisst an uns
Und der Alkohol raubt uns unsere Seele
Der Abendwind singt ein Lied von Tod und gefangenen Seelen
Denn es ist die Hölle
Und die Stadt frisst an mir
Macht mich unfrei und müde
Falken zerreißen die Luft und schneiden
Gräber ins Firmament
Denn das ist die Hölle zu Lebzeiten
Alkohol, Hochhäuser und müde Gesichter
Und der fahle Mond gräbt sich in die Erde ein
Es riecht überall nach der schwarzen Rose und weißen Nelken
Die Gräber öffnen sich im Mondlicht
Und Seelen finden keine Ruhe
Denn man stahl mir meine Blumen und mein Leben
Es ist Krieg Ich kann nicht mehr lachen
Nur weiße höhnische Gesichter
Der Wald stirbt und zerbricht im Abendlicht
Zerfällt für immer zu totem Staub
Denn morgen ist Krieg
Und eine tote Welt dreht sich im Weltall
Es ist Morgen und der Tau riecht nach Blut
Der Tod!