Autor:in: Benjamin Lapp

Die schwarzseelige Phalanx

 

Die Konzentration driftet hinweg.
Die schwarzseelige Phalanx
aus den Geistern der undefinierten Ängste
lauert in den dunklen Ecken,
attackierend das Denken
mit störenden schrillen Schreien.

Die Wirklichkeit der Gespräche verschwindet.
In mir und um mich herum wird es still
und die beständige Geräuschübertragung
im digitalen Hintergrund
lässt die Apathie der geistigen Verarmung
nur noch schreiend trauriger erfühlen

Ich habe das Gefühl,
die Gesellschaft verschwindet,
verschwindet aus mir
und ich verwandle mich in Staub,
der droht weggeweht zu werden
von der aufziehenden separierenden Gleichgültigkeit.

Was mag übrig bleiben von Mir?
nach dieser Verwahrlosung der Menschlichkeit in mir.
Ich habe solche Angst, dass ich mich verliere
Ich höre die Phalanx der Geister
der deprimierenden Gegenwart hämisch lachen,
hinter jeder Türe, in jeder Kommode.

Ich falle darnieder, atme tief ein
und schließe meine Augen.
meine Seele flieht in das wärmende Licht
des überschwänglich schönen Lands der Zukunft.

Keine Geister der Jetztzeit
können dieses Königreich einnehmen.
Es ist eine Heimstätte des menschlichen Miteinanders.

Und dieser glänzende zukünftige Palast,
in seiner licht-durchflutenden Friedfertigkeit
wird erbaut aus den Steinen der Brandmauer
gegen diese schwarzseelige Phalanx des hier und jetzt.

Ich schaffe es!
Wir schaffen es!
Wir sehen uns hier wieder,
in einem besseren Land