Autor:in: R. Kulikauskaite

Gedanken von R. Kulikauskaite

 

“Der Baum wächst aus einem Punkt in zwei Richtungen. Dazwischen liegt eine definierte Grenze. Sie differenziert bspw. zwischen Sichtbarem und Bedeutungsträchtigem.”

“Man kann sich nicht sicher sein, ob man richtig oder falsch denkt. Vor allem dann, wenn Gedanken andere Personen einbeziehen. Die Gedankenwelt ist nicht allein für mich, sondern ebenso für andere virtuell zu nehmen.”

“Nicht alles, was man denkt, tritt ein. Auch der Seher Theiresias kann sich irren. Das Denken jeder Person hat eigene Kurven und Windungen.”

“Die Komplexität einer Psyche vergleicht man gewöhnlich mit der Disco-Kugel, die eine vielspältige spiegelnde Oberfläche hat. Je mehr Spiegelflächen daran, desto mehr Einschnitte dazwischen. Das Verhältnis beider ähnelt dem von Kontinenten und ihren Teilen zu Gewässern. Die Wasserflächen stehen für Unbewusstes, Vorstellungserleben.”

“Wo Fenster ohne psychische Beteiligung geöffnet und geschlossen werden, zerfallen ganze Staatsordnungen”

“Licht und Schatten – ausgehend vom Begriff Zwielicht – gibt es an vielen Orten: in Zeichnung, Druck, Religionen als Gutes und Böses. Dort, wo das Licht scheint und ein Ding ihm im Wege steht, damit der Schatten fallen kann. Unser Planet ist ein derartiges Ding, unsere Welten mit vielen Dingen darin gleichermaßen. Schattenreiche Welt bedeutet auch sonnenbeleuchtete Welt. Man sucht sich den Kontext, in dem man sich findet, aus”