Autor:in: Ira Hafer

Iras Medley

 

Ich liebe nur dich, Herr X, mein treuer Freund. Du bist mein Begleiter – ja, ich weiß einfach, dass du auch an mich denkst. Jedes Mal, wenn ich deine Nummer wähl und du bist anwesend, gehst du nicht ran.
Vielleicht hast du aufgegeben, aber ich schöpfe daraus Kraft. Auch eine Reaktion – nicht ranzugehen. Eine ehrliche Reaktion. Ich habe mal gesagt, weil du älter bist und andere Gründe: Wir gehen ins Altenheim zusammen.
Das waren keine leeren Worte.
Doch unausgesprochene Worte sowie ausgesprochene Gefühle, Alleinesein, Zweisamkeit…
Dich finde ich toll.
Dabei bleibe ich auch, falls ich mir da zu viel einbilde.

 


 

Meine Angehörigen haben mich zerstört. Weggesperrt nach Versagen, 9. Klasse Realschule.
Hatte damals eine feste Clique – mit der viel erlebt. Doch ich bekam körperliche Beschwerden durch das jugendliche Leichtsinnleben.
Zuviel Alc, Marihuana, ungesunde Kost – oder habe ich mich auch selber aus der schlechten Scene heraus getrieben?
Hätte sonst Familie und Haus, Arbeit und Geld? Meine Angehörigen sind verschieden.
Bin traurig über so ein weggesperrtes Leben.
Was denkt Ihr?!
Tränen im Gesicht.
Meine Familie, mein Dämon!! In der Jugend durch Straftaten verletzt worden, was nicht angezeigt wurde.
Oder die anderen Menschen, oder alle?

 


 

Tausende Scherben in meinem Kopf und in mir,
Flügelschlagen in meinem Kopf.
Tausend Geräusche liegen offen in mir und Umgebung.
Kann doch noch Vieles bleibt im Denken, Vieles neu erblüht und Vieles liegt tot da, zerbrochen an mir. Tot und doch zugleich existent, doch zu verworren und doch so wasserklar liegt das Leben offen dar. Am Ende und zugleich am Anfang.
Bereit, neue Wege zu vergehen, am Existieren irgendwie, am Rande des Universums.

 


 

Tausendmal habe ich dich gesehen, doch nie hast du mich gesehen. Ich suche dich. Versuche dir in meiner Welt zu begegnen. Doch was versuchst du?!
Ich frage mich manchmal, was ich darstelle, was man in mir sieht. Doch du erkennst mich nicht. Gehst an mir vorbei. Ich hoffe, du siehst mich mal.
Daneben bin ich endlos verloren.