Das Herz ist weit geöffnet,
trotz all der Angst,
und gegen alle sogenannte Vernunft
stoße ich gegen in Wachs gegossene Gesichter,
die nicht darauf vorbereitet sind,
und sich sicherheitshalber wegdrehen.
Bei mir immer noch das Klammern
an die ewig im Hintergrund begleitende,
diese eingepflanzte Hoffnung,
als ich noch klein war
von Urzeiten her
die schon immer da war,
mich nie verließ.
Das bin doch wirklich wieder ich,
da möchte ich endlich wieder sein.
Eine Art Vertrauen trotz aller widerstrebenden Zeichen,
die in ihrer Intensität blendend leuchten.
Die dir raten, Dein Herz zu verstecken.
Die an jeder Ecke aufblinken.
Die Dich vom Wesentlichen ablenken!
Zwischenzeitig in den Schwitzkasten genommen,
von Regeln, die ich nie verstand
noch jemals akzeptieren wollte,
einfach während meiner Abwesenheit beschlossen!
Während eines dringend benötigten Schlafes.
Gib acht auf Dein Herz,
denn am Ende wird es alles sein, was Du hast.
stark abgeschwächtes Vertrauen,
von Zweifeln und Kritik unterlaufen
aufgrund von unzähligen Enttäuschungen,
eingebrannten Enttäuschungen…
eingebrannte Narben
Doch etwas braucht diese Hoffnung,
etwas kann ohne diese nicht leben,
ich kann nicht so weiter machen,
muss glauben an die Gesetzmäßigkeiten,
ohne welche alles seinen Sinn verliert,
der eh schon unstabil und baufällig ist.
Die Gesetzmäßigkeit,
unausgesprochen,
aber von der Menschen leben,
selbst jene mit versteinerten Herzen –
die ein Grundvertrauen schafft,
dass man sich an was halten kann.
Das Herz ist weit geöffnet,
verwundbar,
liegt da wie auf einem OP-Tisch,
und schlägt,
möchte schlagen,
seht es an!
kritisch,
ich halte es dem Gremium hin.
Zeige allen mein Gesicht,
mögen sie daraus ihre Schlüsse ziehen.
Ich möchte es nicht verstecken,
und wieder diesen Druck erleiden,
der sich aufbaut,
schleichend,
wie eine Krankheit, die ganz harmlos beginnt,
bis es zu spät ist.
Die Flügel gebrochen,
oder zu lange nicht benutzt,
als dass sie noch fliegen könnten jemals.
Mein Herz ist weit geöffnet
selbst wenn mein Verstand müde ist.
Ich frage mich, was das schlimmste ist,
was passieren kann,
wenn das Herz soweit offen ist.
Ich frage mich, was es gutes hat,
bringt es mir, bringt es irgendjemandem was?
Außer angreifbarer zu sein.
Und dann frag ich mich nach der Motivation von Menschenkindern,
mein Herz angreifen zu wollen.
Gibt es eine solche?
Und
Was sind die schlimmsten Folgen davon?
Verliert mein Herz seinen Wert?
Wer sind diese Angreifer und was haben sie davon?
Können sie meinem Herzen ernsthaft schaden?
Bauen sie sich auf?
Auf Kosten, auf Kredit,
den sie nicht werden tilgen können jemals?
Lenken sie ab von ihrem eigenen Schmerz?
Ist es eine Überlebensstrategie?
Antrainiert!
Angriff als die beste Verteidigung
Keine Sekunde länger über sich nachdenken können,
ohne durchzudrehen?
Gesellschaften aufsuchen, die mitspielen
als Randfiguren
in einem Club, der andere ausschließt?
Damit sie sich nicht so alleine fühlen.
Vorübergehend.
Wenigstens einen Moment lang?
Möchte meine Arme nicht mehr verschränken,
um mich an einem Aberglauben fest zu halten,
möchte mir meine Freiheit nicht selbst nehmen,
sondern das wunderbare erleben, mir gönnen,
und nicht vorenthalten.
Selbst wenn mein Herz ganz weit offen ist,
kann es mir niemand nehmen,
kann es keinen Schaden nehmen,
nicht mal durch einen Dolch!
Den du mir von hinten durch die Rippen stößt.
Der Körper würde aufgeben,
aber das Herz ist mehr als ein Organ,
es wird vernarbt und zerstochen
in den Himmel fliegen!
