Autor:in: Sarah Hulmes

Rezension: Beziehungsgestaltung mit suizidgefährdeten Menschen

0 Kommentare

 

Suizidalität scheint für viele Menschen immer noch ein Tabuthema zu sein und das sogar bei Helfer:innen die in psychosozialen und psychiatrischen Institutionen tätig sind.

Doch vor allem in diesen Bereichen ist es besonders wichtig, sich diesem Thema offen zuzuwenden und auch eine gewisse Klarheit über die eigene Haltung gegenüber Suizidalität zu gewinnen.

Die Autoren zeigen an einigen Fallbeispielen wie der Umgang mit Suizidgefährdeten Menschen am besten zu gestalten ist. Es werden mehrere Ansichten dargestellt und klar gemacht, dass sich dem Thema allgemein mehr geöffnet werden sollte, was in vielen Fällen schon zu einer Prävention führen könnte. Anhand von Konzepten und konkreten Verhaltensbeispielen wird gezeigt wie ein besserer Umgang mit der Thematik erlangt werden kann.

Außerdem beleuchten Eink und Haltenhof respektvoll alle Seiten, die mit einer Suizidalen Tat zu tun haben. Darunter fallen auch die moralischen Aspekte wie rationaler Selbstmord oder die Frage, ob man als Außenstehender überhaupt dazu befugt sein sollte einzugreifen, wenn ein Mensch den Entschluss gefasst hat, sein Leben zu beenden.

Alles in allem ist der Ratgeber sachlich aber nicht zu trocken geschrieben und von vorne bis hinten wirklich gut durchstrukturiert.

Natürlich richtet sich das Buch vor allem an Mitarbeiter:innen psychosozialer und psychiatrischen Einrichtungen, doch auch für Freunde oder Angehörige suizidgefährdeter Menschen kann das Buch durchaus eine Hilfe sein, zu verstehen und auch zu handeln.

Herausgeber: Michael Eink, Horst Haltenhof

Psychatrie Verlag

ISBN 9783966051927

Preis: 20,00 €

Edition (01. August 2022)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert